BaFin hat eine Prüfung der Zalando-Konzernabschlüsse und des Lageberichts 2025 eingeleitet. Im Mittelpunkt steht laut Berichten eine mögliche Pflichtverletzung bei der Offenlegung eines related-party transactions im Zusammenhang mit der Übernahme von About You. Zalando spricht von einem formalen, nicht wesentlichen Thema und verweist darauf, dass die relevanten Informationen bereits öffentlich gewesen seien.
Die BaFin prüft den Konzernabschluss und den Lagebericht von Zalando für 2025 wegen möglicher Verstöße gegen Rechnlegungsvorschriften. Im Mittelpunkt steht nach mehreren Berichten die Frage, ob das Unternehmen einen Zusammenhang mit der Übernahme von About You ausreichend offengelegt hat.
Nach den bislang bestätigten Informationen geht es nicht um den Deal selbst, sondern um die Darstellung in den Notes zum Abschluss. Die Aufsicht untersucht demnach, ob eine verbundene Transaktion im Rahmen der Berichterstattung unvollständig oder nicht ausreichend kenntlich gemacht wurde.
BaFin hat nach den Berichten angekündigt, das Ergebnis der Prüfung in jedem Fall zu veröffentlichen, unabhängig davon, ob sie einen Fehler feststellt oder nicht. Eine endgültige Bewertung liegt bislang nicht vor.
Was die Aufsicht prüft
Der Auslöser der Prüfung ist die Frage, ob Zalando im Zusammenhang mit der About-You-Übernahme eine relevante Beziehung in den Notes zum Konzernabschluss korrekt dargestellt hat. Mehrere Medienberichte sprechen von einem möglichen Verstoß bei der Offenlegung eines related-party transactions.
Die Prüfung soll sich auf den Konzernabschluss und den Lagebericht 2025 beziehen. Berichten zufolge sind dabei BaFin-Standorte in Bonn und Frankfurt eingebunden.
Zalandos Reaktion
Zalando hat die Prüfung bestätigt und mitgeteilt, man arbeite mit der BaFin zusammen. Das Unternehmen bezeichnet den Punkt nach den vorliegenden Berichten als formal und nicht wesentlich.
Die Konzernlinie ist demnach, dass die relevanten Details des Deals bereits öffentlich gewesen seien. Zalando stellt den Vorgang damit als Frage der Darstellung in der Rechnungslegung dar, nicht als substanzielle Bilanzierungsproblematik.
Chronologie des Deals
Zalando hatte die Übernahme von About You im Jahr 2025 abgeschlossen. Seitdem steht die Transaktion im Zentrum der aktuellen regulatorischen Prüfung.
WELT berichtete am 26. Juni 2026 als erstes über die BaFin-Prüfung. Später am selben Tag meldeten auch die Financial Times und Cinco Días, dass die Aufsicht eine Untersuchung eingeleitet habe und Zalando die Sache als formal und immateriell einordne.
Warum das wichtig ist
Für ein DAX-Unternehmen ist die Frage der Offenlegung in der Rechnungslegung besonders heikel. Selbst wenn sich der Vorwurf am Ende als formal einordnen lässt, kann ein solcher Vorgang das Vertrauen in die Berichterstattung eines Konzerns belasten.
Der Fall hat zudem eine Signalwirkung für die Darstellung von Transaktionen mit verbundenen Parteien in Übernahmefällen. Er könnte damit über Zalando hinaus relevant sein, falls die BaFin ihre Prüfung zu einer klaren Linie bei solchen Angaben macht.
Offen bleibt derzeit, welche konkrete Angabe BaFin für unzureichend hält und ob die Aufsicht in ihrer eigenen Mitteilung eine bestimmte Gegenpartei nennt. Ebenfalls unklar ist, ob Zalando neben den Reporterzitaten noch eine separate Unternehmensmitteilung veröffentlicht hat.
Für den Moment sind die gesicherten Punkte klar: BaFin prüft Zalando, der Vorgang hängt mit About You zusammen, und Zalando hält den strittigen Punkt für formal und nicht wesentlich. Der nächste belastbare Schritt ist die offizielle Veröffentlichung des Prüfungsergebnisses durch die Aufsicht.
Revision note
Initial automated publication with expanded verified chronology and context.